Geschichte vom Gut Redingerhof


Schon um 800 siedelten Bauern an dem Saut, einer geologischen Besonderheit in der Paderborner Karstlandschaft. Nur durch Lehm abgedichtet hält sich in diesem „Teich“ das Oberflächenwasser sogar im Sommer. Der Name Redinghusen wird 1271 zum ersten Mal erwähnt.

Redinghusen gehörte dem Paderborner Bischof, der es meierstättisch verpachtete. Von einem Conradus Buchove ist bekannt, dass er 1310 nach Paderborn zog und dem Domprobst Bernhard 6 Pfennig jährlich für das Recht als freier Bürger zahlen musste. 

1554 hieß der „Renkemeier“ Johannes Roeren. Die Ahnentafel läßt sich bis zur Geburt des Caspar Heinrich 1744 zurück verfolgen. Sein Sohn Franz Ignaz konnte nach Auflösung des Fürstbistums 1816 den Hof kaufen. Dessen Enkel Johannes Ignaz baute 1911 nach einem zweiten Brand das heutige Gutshaus. Der mit Bruchsteinen aufgeführte Turm hat diese Feuerbrünste gut überstanden.

Im 12. Jahrhundert erbaut, diente er als Speicher und Wohnstätte in Belagerungszeiten. Deshalb hat er nur Schießscharten als Fenster. Die heutige Tür muss man sich weg- und den Saut als Gräfte erhalten denken. Über eine Leiter konnte man in den zweiten Stock gelangen. Die alte Türöffnung, ein Steinausguss und Reste eines Kamines sind nur noch zu erahnen. 

Da der Turm ein Denkmal bleiben soll, entschlossen wir uns nach Übernahme des Gutes vom Landwirt Johannes Bruns und seiner Frau der „Dokterschen“ Gisela Funke ein Café in dem ehemaligen Stall einzurichten – mit Blick auf die Vergangenheit von Redinghusen, Rhädinghausen, Renkerhof, Ihrem Redingerhof.